Workshops für Schulklassen
..- -. .-.. . … -… .- .-.
(unlesbar)
2.10. – 18.12.2026
Vermittlerin
Julie Mader
Unleserlich oder verschlüsselt, vergilbt oder geschwärzt – die Ausstellung zeigt «unlesbar» als Ästhetik und als Herausforderung. Sie versammelt Exponate, die sich mit den Grenzen des Lesens, Verstehens und Entzifferns auseinandersetzen.
«unlesbar» betrifft nicht nur Dokumente, sondern auch fremde Sprachen und Schriftzeichen. Persönliche Vorlieben und Prägungen können einen Text «unlesbar» machen: sperrige Sätze, ungewohnte Schreibweisen, kontroverse Inhalte, unzeitgemässe Betrachtungen. Und letztlich trägt selbst die tägliche Informationsflut gelegentlich dazu bei, dass uns das Weltgeschehen «unlesbar» erscheint. Die Ausstellung ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einen produktiven Umgang mit dem zu finden, was unverständlich erscheint.
In den interaktiven Workshops tauchen die Schüler:innen in die Welt der Zeichen und Schriften ein und lernen die Arbeit und Sammlung des schweizerischen Literaturarchivs kennen. Sie versuchen, ausgewählte Exponate und Texte zu entziffern, zu dechiffrieren und zu entschlüsseln. Zudem entwickeln sie auch eigene Zeichensysteme und probieren verschiedene Formen der Codierung, Überlagerung und Verwischung eindeutiger Lesbarkeiten aus. Das produktive Aushalten von Unlesbarkeiten dient als Ausgangspunkt für Diskussionen und eigene Ideen. Anhand konkreter Beispiele aus der Vergangenheit wird besprochen, wie Erzählungen und Informationen unlesbar werden können – und welche Möglichkeiten es gibt, sie für die Zukunft (wieder) lesbar zu machen. Die alltäglichen Erfahrungen und unterschiedlichen Perspektiven der Schüler:innen sowie aktuelle Diskurse bilden dabei die Verbindung zur Gegenwart.
Durch den Fokus auf Zeichen, Schrift und Textbild eignet sich der Workshop besonders auch für gestalterische Fächer und Schulen.