Veranstaltungen

26. April 2026 | 14 Uhr
29. April 2026 | 12.15 Uhr
3. Mai 2026 | 14 Uhr
13. Mai 2026 | 12.15 Uhr
20. Mai 2026 | 12.15 Uhr

Öffentliche Führungen

Mit Kuratorin Philine Bickhardt

ca. 50 Minuten

Beschränkte Plätze:
Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch

Gültiger Eintritt + 6 CHF
Mit Jahreskarte gratis

Swetlana Alexijewitsch (l.) interviewt Sinaida Kawalenka, eine Rückkehrerin in die Sperrzone | Still: Videomaterial der Reise von 1995/96 in die kontaminierte Zone, Kamera: Tatjana Loginowa (Blinken OSA Archivum)

30. April 2026 | 18.30 Uhr

Tschornobyl:
Alltag und Besatzung

18.30 Uhr: «Special Operation» (Oleksiy Radynski, UKR/LTU 2025) zeigt mit Blick durch Überwachungskameras, wie russische Truppen das stillgelegte Kraftwerk besetzen. Im Anschluss Video-Interview mit Regisseur Oleksiy Radynski

20.45 Uhr: Der Dok-Film «Pripyat» (Nicolas Geyrhalter, A 1999) blickt auf Leben und Arbeit in der Sperrzone

Im Filmpodium

Ticketverkauf über das Filmpodium

1986 macht die Reaktorkatastrophe von Tschornobyl die umliegenden Gebiete unbewohnbar und verwandelt die moderne Kleinstadt Pripyat in eine Geisterstadt. Jahre später besucht der Dokfilmer Nikolaus Geyrhalter Menschen, die trotz allem dort geblieben oder zurückgekehrt sind – zwischen überwucherten Betonlandschaften, wiedereröffnetem Kraftwerk und unsichtbarer Strahlung. Ihre Geschichten schwanken zwischen Heimatverbundenheit und Fatalismus.

2022 wird derselbe Ort erneut zum Schauplatz der Geschichte: Russische Truppen besetzen das Atomkraftwerk und nutzen das kontaminierte Gelände als Militärbasis. In «Spetsialna Operatsiia» macht Oleksiy Radynski mit Aufnahmen aus dem Überwachungssystem des Atommeilers sichtbar, wie sich das militärische Dispositiv des Angriffskriegs auf dem Gebiet der schlimmsten Atomkatastrophe der Geschichte ausbreitet.

Beide Filme zeigen das Reaktorunglück nicht als abgeschlossene Katastrophe, sondern als fortdauernde Bedrohung, die von Widerstandskraft, Verdrängung und politischer Gewalt geprägt wird.

2. Mai 2026 | 14 Uhr

Zürcher Literaturwerkstatt

Austausch und Vernetzung: Autor:innen diskutieren Texte, an denen sie arbeiten.

In Zusammenarbeit mit Alit.

Die Zürcher Literaturwerkstatt bietet Schreibenden einen wichtigen Ort zum Austausch mit Kolleg:innen und stärkt und fördert damit die Vernetzung. Die Literaturwerkstatt bietet zudem durch die Möglichkeit, die Arbeit von Autor:innen an entstehenden Texten mitzuerleben, den Leser:innen Einblicke in literarische Produktionsprozesse. Und drittens erlaubt sie angehenden Autor:innen auf sehr niederschwellige Weise, verschiedene Akteur:innen der Literaturszene kennenzulernen.

Werkstattleitung: Tatjana Hofmann und Maria-Lusie Tzikas
Text & Diskussion: Anja Schmitter, Sabine Haupt und Eric Erhardt
Diskussionsgäst*in: Lionel Hausheer

7. Mai 2026 | 18.30 Uhr

Swetlana Alexijewitsch:
Tschornobyl

Die Nobelpreisträgerin im Gespräch mit Sylvia Sasse und Philine Bickhardt
Übersetzung: Iryna Herasimovich
Lesung: Kornelia Lüdorff

Neu: In der St. Peter Kirche (nicht im Lavatersaal) | Türöffnung: 18 Uhr

Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch
Gültiger Eintritt + CHF 6
Kasse im Strauhof / Abendkasse vor der Kirche (nur Bargeld/Twint)

Swetlana Alexijewitsch, 2026 | Bild: Nikita Fedosik

Tschornobyl ist eine
Herausforderung, die uns
zeigt: Das ist unsere Zukunft,
eine Zukunft, die wir selber
produzieren. Und wir sind ihr
überhaupt nicht gewachsen.

– Swetlana Alexijewitsch

Der Anlass ist deutsch / russisch zweisprachig und findet im Rahmen des Kongresses «Eastern Europe’s Invisibilities. Politics, Epistemics, Arts» des Instituts für Slawistik und Osteuropastudien (UZH) statt.

9. Mai 2026 | 11 Uhr

Menschenrechte:
Belarus im Fokus

Podiumsdiskussion mit Ina Rumiantseva (Taskforce Belarus e.V.) und Prof. Irina Gruschewaja (Den Kindern von Tschernobyl e.V.),
Moderation: Philine Bickhardt

Im Strauhof

Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch
Gültiger Eintritt + CHF 5

Welche langfristigen Folgen hat die Nuklearkatastrophe von Tschornobyl für Belarus – gesundheitlich, politisch und gesellschaftlich? Und wie wird sie zum Impuls für eine engagierte Zivilgesellschaft? Darüber sprechen Irina Gruschewaja, Gründerin von «Den Kindern von Tschernobyl e.V.», und Menschenrechtsexpertin Ina Rumiantseva. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche Spätfolgen, staatliche Repressionen und die Rolle von Tschornobyl für die demokratische Bewegung im Belarus der späten 1980er-Jahre – ergänzt durch persönliche Einblicke und Bezüge zu Swetlana Alexijewitsch.

21. Mai 2026 | 12.15 Uhr

Atomare Schweiz
– eine Spurensuche

Die Historikerin Monika Gisler (Unternehmen Geschichte und ETH Zürich) spricht über die Anfänge des atomaren Zeitalters und die energiepolitische Gegenwart der Schweiz,
Moderation: Philip Sippel

Im Strauhof

Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch
Gültiger Eintritt + CHF 6

Wie beginnt das atomare Zeitalter in der Schweiz – und wo stehen wir heute?  Eine Analyse der schweizerischen Atomgeschichte zwischen Fortschrittsglauben, Risikoabwägung und gesellschaftlicher Aushandlung: Monika Gisler erkundet die Entwicklung von den frühen politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Weichenstellungen bis zu aktuellen Debatten um Energie, Sicherheit und Verantwortung.

Monika Gisler ist Historikerin mit dem Forschungsschwerpunkt auf Technik-, Energie- und Umweltgeschichte, insbesondere der Geschichte der Atomenergie in der Schweiz. 2024 erschien «Erzählte Physik. Paul Scherrer und die Anfänge der Kernforschung» im Chronos Verlag.