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vorübergehend geschlossen
Unleserlich oder verschlüsselt, vergilbt oder geschwärzt – die Ausstellung zeigt «unlesbar» als Ästhetik und als Herausforderung. Sie versammelt Exponate, die sich mit den Grenzen des Lesens, Verstehens und Entzifferns auseinandersetzen. «unlesbar» irritiert und weckt zugleich unsere Neugier. Die Ausstellung ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einen produktiven Umgang mit dem zu finden, was unverständlich erscheint.
Eine Ausstellung des Museums Strauhof und des Schweizerischen Literaturarchivs
«unlesbar» betrifft nicht nur Dokumente, sondern auch fremde Sprachen und Schriftzeichen. Persönliche Vorlieben und Prägungen können einen Text «unlesbar» machen: sperrige Sätze, ungewohnte Schreibweisen, kontroverse Inhalte, unzeitgemässe Betrachtungen. Und letztlich trägt selbst die tägliche Informationsflut gelegentlich dazu bei, dass uns das Weltgeschehen «unlesbar» erscheint.
Wie schaffen wir Lesbarkeit und wie finden wir einen Umgang mit dem Unlesbaren?
Die Ausstellung gewährt zudem auch einen Einblick in die Bestände des Schweizerischen Literaturarchivs: Zahllose krakelige Handschriften und kalligrafische Kritzeleien, veraltete Datenträger und chiffrierte Nachrichten liegen in den Regalen des Archivs, das den Auftrag hat sie zugänglich zu machen. Oder sie «unlesbar» zu bewahren, wie die versigelte Schachtel in Dürrenmatts Nachlass, die erst 2032 geöffnet werden darf…



Kuration
Rémi Jaccard, Philip Sippel und Magnus Wieland
Szenografie
Ortreport
Grafik
Weicher Umbruch
Leihgaben
Schweizerisches Literaturarchiv