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Di – Fr 12–18 Uhr | Do 12–22 Uhr | Sa / So 11–17 Uhr

Hermann Hesse –
«Sagen Sie Ja zu sich»

Während Hermann Hesse in seinen Romanen Sinnsuche und das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft erzählerisch verdichtet, beantwortet er in unzähligen Briefen die Lebensfragen seiner Leserinnen und Leser. Die Ausstellung zu seinem 150. Geburtstag zeigt Hesse als Autor von ungebrochener Aktualität.

Der letzte Schweizer Nobelpreisträger Hermann Hesse (1877–1962) bietet bis heute Generationen von Leserinnen und Lesern Orientierung. Der Umgang mit persönlichen oder gesellschaftlichen Krisen ist für den Schriftsteller, der selbst ein Leben lang auf der Suche nach Gelassenheit und innerem Gleichgewicht ist, ein zentrales Thema seines Schreibens. Dies zeigt sich ebenso in tausenden von Briefen, in denen er um Rat gebeten wird – und seinen gewissenhaften Antworten.

«Ja, sagen Sie ja zu sich, zu Ihrer Absonderung, Ihren Gefühlen, Ihrem Schicksal! Es gibt keinen andern Weg. Wohin er führt, weiss ich nicht, aber er führt ins Leben, in die Wirklichkeit, ins Brennende und Notwendige.»

Hesses Rat entspricht der Erfahrung, die er aus den persönlichen Krisen zieht: Ein gelungener Lebensentwurf ist ein Prozess der andauernden Selbstemanzipation. Mit seinen Büchern bestärkt Hesse das Individuum, sich von gesellschaftlichen Normen und Konventionen zu befreien – und in neue Lebensbereiche vorzudringen.

Die Ausstellung vermittelt eine Auswahl von Hesses Schlüsseltexten wie «Demian» (1919) oder «Der Steppenwolf» (1927) sowie beispielhafte Briefe, in denen er über seine Sicht auf Spiritualität und Sinnsuche, Sexualität und Freundschaft Auskunft gibt.