Veranstaltungen
1. Oktober 2026 | 18–21 Uhr
Vernissage: unlesbar
Mit Franz Hohler und Judith Keller
18.30 Uhr
Kirche St. Peter
Freier Eintritt, ohne Anmeldung
Begrüssung durch die Verantwortlichen von SLA und Strauhof
Auftritte von Franz Hohler und Judith Keller
Ausstellungsbesichtigung im Strauhof

Fotos: Luchterhand, Ayse Yavas
20. Oktober 2026 | 19-21 Uhr
Theory Tuesdays: Situated – «Women and Fiction»
Gemeinsam sprechen wir über theoretische Texte zur Ausstellung «unlesbar»
Freier Eintritt
Das offene Diskussionsformat «Theory Tuesdays: Situated» bringt eine Ausstellung und einen theoretischen Text ins Gespräch. Im Kontext der Ausstellung «unlesbar» im Literaturmuseum Strauhof sprechen wir über «Women and Fiction»: Über Virginia Woolfs «A Room of One’s Own», Linda Nochlins «Why Have There Been No Great Women Artists» und Elena Ferrantes «An den Rändern».
«Theory Tuesdays: Situated» ist eine Idee des Künstlers Philip Matesic. Am 8. Dezember, 19 Uhr findet die offene Diskussionsrunde erneut statt, mit einem anderen Thematischen Fokus.
22. Oktober 2026 | 19.30 Uhr
Unlesbare Soirée
Lesung mit Hanspeter Müller–Drossaart
In Kooperation mit dem Schweizerischen Literaturarchiv, Bern und im Rahmen von Zürich liest
Eintritt: 18 / 12 CHF
Der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart stellt sich der paradoxen Herausforderung und liest «unlesbare» Texte von Dada über Modernismus bis zur Konkreten Poesie.
24. Oktober 2026 | 15:30 Uhr
Inklusive Führung
Für Menschen mit einer Sehbehinderung
Im Rahmen von Zürich liest
Anmeldung über vermittlung@strauhof.ch oder telefonisch unter 044 221 93 51
Zur Ausstellung «unlesbar» im Literaturmuseum Strauhof wird erstmals ein inklusives Vermittlungsformat für Blinde und sehbehinderte Menschen angeboten. Der Rundgang vermittelt Idee und Exponate der Ausstellung «unlesbar» für Menschen mit einer Sehbehinderung.
Die Kosten für die Teilnahme an der inklusiven Führung übernimmt die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte
24. Oktober 2026 | 12 Uhr
Laurenz Brunner: «Dictionary of the Illegible»
Gespräch und Buchpräsentation
Einritt: 18 / 14 CHF

Der Typograf und Grafiker Laurenz Brunner hat jahrelang unlesbare Zeichen gesammelt und in seinem «Dictionary of the Illegible» (Sourcetype, 2026) veröffentlicht. Das Gespräch erkundet ausgewählte Zeichen an den Grenzen der Sprache, aus Kunst, Science-Fiction, Politik, Architektur und Technologie.
7. November 2026 | 14 Uhr
Comic Workshop für Kinder
Thema: Chriblchrabl
Mit Lika Nüssli vom Strapazin Comic Magazin
Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch
Kinder: CHF 10
Erwachsene: CHF 18 / 16 (inkl. Eintritt)

15. November 2026 | 17 Uhr
Dada unlesbar
Wie lassen sich dadaistische Nonsense-Texte (laut) lesen?
Ein Abend über Gedichte, Lieder und Textfragmente mit Auftritten von Ariane von Graffenried und Fatima Moumouni sowie Inputs von Salome Hohl (Cabaret Voltaire), Magnus Wieland (SLA) und Sandro Zanetti (UZH)
26. November 2026 | 19.30 Uhr
Literatur in Einfacher Sprache
Das Pionierprojekt «Lies!» erzählt Geschichten in Einfacher Sprache
Mit Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt) und Vea Kaiser (Schriftstellerin)
Welche gesellschaftlichen Gruppen sind es, denen mit Einfacher Sprache ein Zugang zur Teilhabe am literarischen Geschehen eröffnet werden muss?
Hauke Hückstädt: Wir haben versucht, uns mit dieser Fragestellung den Weg nicht zu verstellen. Das Ziel ist einzig, so wenig Menschen wie möglich auszuschliessen. Also keine harte Tür. Bildungsfern, bildungsnah, alt, jung, fit oder gebrechlich, blind oder taub, hochbegabt oder tiefenbegabt, Vielleser oder Youtube-Watcher, Feuilleton oder Twitter, Internat oder Palliativstation, Feinkost oder Supermarkt. All diese Zuschreibungen und Besitzstandsstempel sollen einmal ausser Kraft treten. Statistisch wissen wir, jeder vierte Mensch in Deutschland kann nicht besonders gut lesen, jeder zwölfte ist auf Einfache Sprache angewiesen.
2. Dezember 2026 | 19 Uhr
Robert Walsers Mikrogramme
Literarische Soirée
Villa Morillon, Bern
Anmeldung: literaturimmorillon@bluewin.ch
Die über 500 mit winzigen Bleistiftzeilen beschriebenen Blätter aus Robert Walsers Nachlass hielt man zuerst für Geheimschrift oder schlicht für unlesbar. Mit der legendären Entzifferung wurde das Werk um eine entscheidende Dimension erweitert. Marcel Lepper nimmt mit der Philosophin Katia Schwerzmann (Lausanne/Berlin/Bochum), dem Medizinhistoriker Michael Hagner (Zürich/Wien/Berlin) und dem Editionsphilologen Christian Walt (Zürich) ein Jahrhundertwerk unter die Lupe.

Eine Veranstaltung des SLA in Kooperation mit dem Robert-Walser-Zentrum